Operative
Arthrose-Therapie

Die Arthrose (Arthrosis deformans) ist eine degenerative, entzündliche Gelenkerkrankung, die meist mit zunehmendem Alter auftritt. Als Folge von jahrzehntelanger Beanspruchung, aber auch durch Über- beziehungsweise dauerhafte Fehlbelastung kommt es zur Abnutzung der Knorpeloberfläche eines Gelenks. Häufig betroffen sind nicht nur Hüft-, Knie-, Sprung- und Schultergelenke, sondern auch die Wirbelsäule. Auch kleine Gelenke wie Finger und Zehen sind anfällig für Arthrose.

Wenn eine Arthrose mit konservativen Therapie-Maßnahmen nicht ausreichend zu behandeln ist und eine Schmerzlinderung sowie die Aufrechterhaltung der Beweglichkeit nicht mehr gewährleistet werden können, ist eine operative Behandlung meist die beste Option. Hier stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

Arthroskopische Verfahren wenden insbesondere an Knie, Schulter, Sprunggelenk und Hüfte angewendet. Ich führe zudem Eingriffe durch, die den Knorpel reparieren. Führen diese Maßnahmen nicht zum Erfolg oder können im Vornherein ausgeschlossen werden, kommt der Einsatz eines künstlichen Gelenks in Betracht.

 

Arthrose im Knie

Das Kniegelenk besteht aus insgesamt drei Kompartimenten, welche einzeln oder insgesamt (Pangonarthrose) betroffen sein können. Steht das Kniescheibengelenk (Femoropatellargelenk) im Vordergrund, spricht man von einer Retropatellararthrose. Ist hingegen der innere beziehungsweise äußere Anteil des Hauptgelenkes (Femorotibialgelenk) betroffen, handelt es sich um eine mediale beziehungsweise laterale Gonarthrose. Unter Kniegelenks-Arthrose oder Gonarthrose versteht man den vorzeitigen Verschleiß der knorpeligen Gelenkflächen im Kniegelenk. Da das Kniegelenk das am meisten belastete Gelenk des menschlichen Körpers ist, kommt die Arthrose im Kniegelenk häufig vor.

Behandlungen von Kniegelenks-Arthrose

Eine frühzeitige Behandlung der Kniegelenks-Arthrose ist wichtig, um einen Totalausfall des betroffenen Gelenkes zu vermeiden. Je nach Symptomen kommen neben Gewichtsreduktion entzündungshemmende Medikamente sowie Injektionen mit Hyaluronsäure oder autologem konditionierten Plasma (PRT) zur unterstützenden Knorpelregeneration zum Einsatz. Begleitende Physiotherapie dient der Kräftigung der Muskulatur.

Bei fortgeschrittener Kniearthrose sind operative Maßnahmen erforderlich. Zu den gelenkerhaltenden Eingriffen gehört die minimalinvasive arthroskopische Gelenkspülung (Gelenkdebridement). Besteht eine Fehlstellung der Beinachse, dann führt eine Umstellungsosteotomie zur Korrektur der Fehlstellung und zur gleichzeitigen Entlastung des überlasteten Gelenkkompartimentes. Sind gelenkerhaltende Eingriffe bei ausgeprägter Kniearthrose nicht mehr sinnvoll, bietet sich ein künstlicher Gelenkersatz mit Implantation einer Knieprothese an.

Weitere Arten von Arthrose

Knorpeleingriffe und künstliche Gelenke

Für den Arthrose-Knorpelaufbau bei kleineren Knorpelschäden werden zunehmend Techniken eingesetzt, welche die Wiederherstellung der Gelenkknorpeloberfläche zum Ziel haben. Bei größeren Knorpelschäden kommt ein künstlicher Gelenkersatz in Betracht. In beiden Fällen lässt sich die Lebensqualität deutlich verbessern.

Hüftgelenks-Arthrose

Bei einer Hüftgelenks-Arthrose ist der Knorpel des Hüftgelenkkopfes und/oder der aufnehmenden Hüftpfanne beschädigt. Typische Anzeichen sind eingeschränkte Beweglichkeit und Schmerzen im Hüft- und Leistenbereich. Zur Behandlung kommen neben Schmerzmitteln und Krankengymnastik verschiedene Eingriffe bis hin zum operativen Ersatz durch ein Kunstgelenk infrage.

Schulter-Arthrose

Eine ausgeprägte Arthrose an der Schulter, aber auch ein unfallbedingter Bruch des Oberarmkopfes, kann die Beweglichkeit des Arms deutlich einschränken und starke Schmerzen verursachen. In diesem Fall bringt eine Schulterarthrose-Operation, eventuell mit moderner Gelenkprothese, schnelle Besserung.

Sprunggelenks-Arthrose

Das Ziel einer Arthrosetherapie im Sprunggelenk ist, die Beweglichkeit zu erhalten und zu vermeiden, dass sich die Arthrose in angrenzende Gelenke ausbreitet. Dies kann durch konservative Maßnahmen oder durch einen operativen Eingriff erfolgen. Bei stark fortgeschrittenem Verschleiß ist ein künstliches Sprunggelenk oder eine Versteifung sinnvoll.

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